Neckertalpraxis

Ärztin bereitet eine Grippeimpfung für einen Patienten in einer Schweizer Hausarztpraxis vor

Grippeimpfung: Wann, für wen und warum sie sinnvoll ist

Jeden Herbst stellt sich für viele Menschen im Toggenburg die gleiche Frage: Soll ich mich gegen die Grippe impfen lassen? Die Grippeimpfung ist eine der einfachsten Massnahmen, um sich und sein Umfeld vor einer ernsthaften Erkrankung zu schützen. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen verständlich, was die echte Grippe von einer Erkältung unterscheidet, wann der beste Zeitpunkt für die Impfung ist, für wen sie besonders empfohlen wird und wie die Impfung in unserer Hausarztpraxis in St. Peterzell abläuft.

Grippe oder Erkältung – wo liegt der Unterschied?

Im Alltag werden die Begriffe oft vermischt, medizinisch handelt es sich jedoch um zwei verschiedene Erkrankungen. Eine Erkältung (grippaler Infekt) wird durch eine Vielzahl von Viren ausgelöst, verläuft meist mild und klingt nach wenigen Tagen ab – typisch sind Schnupfen, Halskratzen und leichter Husten. Die echte Grippe (Influenza) dagegen beginnt oft plötzlich und kann deutlich heftiger ausfallen.

Typische Anzeichen einer Grippe sind:

  • plötzlich auftretendes hohes Fieber
  • ausgeprägtes Krankheitsgefühl und starke Müdigkeit
  • Muskel-, Glieder- und Kopfschmerzen
  • trockener Husten und Halsschmerzen

Eine Grippe kann gesunde Menschen für ein bis zwei Wochen ausser Gefecht setzen. Bei gefährdeten Personen drohen zudem Komplikationen wie eine Lungenentzündung. Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um eine harmlose Erkältung oder eine Grippe handelt, hilft eine ärztliche Einschätzung im Rahmen unserer Hausarztmedizin weiter.

Warum sich die Grippeimpfung lohnt

Die Grippe wird gerne unterschätzt. In der Schweiz führt sie jede Saison zu zahlreichen Arztbesuchen, Spitalaufenthalten und auch Todesfällen – rund neun von zehn grippebedingten Todesfällen betreffen Menschen über 65 Jahre. Die Impfung kann nicht jede Ansteckung verhindern, sie senkt aber nachweislich das Risiko für schwere Verläufe, Komplikationen und Spitaleinweisungen.

Ein wichtiger, oft übersehener Aspekt ist der Fremdschutz: Wer geimpft ist, gibt das Virus seltener weiter und schützt so auch ältere Angehörige, kleine Kinder oder chronisch kranke Menschen im eigenen Umfeld. Die Grippeimpfung ist damit ein zentraler Baustein einer durchdachten Prävention – gerade in einer Region wie dem Neckertal, in der Generationen oft eng zusammenleben.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt die Grippeimpfung in der Regel ab Mitte Oktober bis zum Beginn der Grippewelle. Diese setzt in der Schweiz meist zwischen Dezember und März ein, am häufigsten im Januar. Nach der Impfung benötigt der Körper rund zwei Wochen, um den vollen Schutz aufzubauen. Auch eine Impfung im November oder Anfang Dezember ist deshalb in den meisten Jahren noch rechtzeitig.

Jeweils im November findet zudem die Nationale Impfwoche statt – ein niederschwelliges Angebot, bei dem man sich in teilnehmenden Praxen und Apotheken beraten und impfen lassen kann. Da sich die Grippeviren von Saison zu Saison verändern, wird der Impfstoff jedes Jahr angepasst. Deshalb ist eine jährliche Auffrischung sinnvoll.

Für wen ist die Grippeimpfung besonders empfohlen?

Grundsätzlich kann sich jede Person ab sechs Monaten gegen die Grippe impfen lassen. Das BAG und die Eidgenössische Kommission für Impffragen empfehlen die Impfung jedoch ausdrücklich für Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko sowie für deren enge Kontaktpersonen. Dazu gehören:

  • Personen ab 65 Jahren
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen (z. B. Herz, Lunge, Stoffwechsel oder geschwächtes Immunsystem)
  • Schwangere und Frauen, die kürzlich entbunden haben
  • Frühgeborene Kinder in den ersten Lebensjahren
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen
  • medizinisches und pflegerisches Personal
  • enge Kontaktpersonen der genannten Gruppen

Für ältere Menschen – insbesondere ab 75 Jahren oder ab 65 Jahren mit zusätzlichen Risikofaktoren – steht ein speziell auf diese Altersgruppe abgestimmter Impfstoff zur Verfügung. Ob die Impfung in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll ist, klären wir am besten in einem kurzen Gespräch. Sie wissen nicht genau, ob Sie zu einer Risikogruppe zählen? Eine individuelle Einschätzung ist Teil unserer hausärztlichen Betreuung.

So läuft die Grippeimpfung in unserer Praxis ab

Die Impfung selbst ist unkompliziert und in wenigen Minuten erledigt. In der Neckertal Praxis AG in St. Peterzell läuft sie typischerweise so ab:

  1. Kurze Abklärung Ihrer Krankengeschichte und allfälliger Allergien
  2. Beratung zu Nutzen, Wirkung und möglichen Reaktionen
  3. Verabreichung der Impfung in den Oberarm
  4. kurze Beobachtung und Hinweise für die Zeit danach

Leichte Reaktionen wie Rötung oder ein Druckgefühl an der Einstichstelle, vereinzelt auch leichtes Fieber oder Muskelschmerzen, sind harmlos und klingen meist innert ein bis zwei Tagen ab. Sie zeigen, dass das Immunsystem arbeitet. Wer den Termin gleich mit der Hausärztin oder dem Hausarzt verbinden möchte, kann das bei der Terminbuchung angeben.

Häufige Bedenken – sachlich eingeordnet

Rund um die Grippeimpfung halten sich einige Missverständnisse. Hier die wichtigsten Punkte:

  • «Von der Impfung bekommt man die Grippe.» Der verwendete Impfstoff enthält keine vermehrungsfähigen Viren – eine Grippe kann er nicht auslösen. Eine kurze Impfreaktion ist nicht dasselbe wie eine Grippeerkrankung.
  • «Ich bin gesund, ich brauche das nicht.» Auch gesunde Menschen können erkranken und das Virus weitergeben. Die Impfung schützt zusätzlich Ihr Umfeld.
  • «Die Impfung wirkt sowieso nicht zuverlässig.» Die Wirksamkeit schwankt je nach Saison, doch selbst bei einer Ansteckung verläuft die Grippe bei Geimpften oft milder.

Wichtig: Die Grippeimpfung ist eine vorbeugende Massnahme und ersetzt keine ärztliche Behandlung. Bei starken Beschwerden, hohem Fieber oder Atemnot sollten Sie ärztlichen Rat einholen. In einem medizinischen Notfall wählen Sie in der Schweiz die 144 (Sanität).

Sie möchten sich im Toggenburg gegen die Grippe impfen lassen oder haben Fragen zur passenden Vorsorge für sich oder Ihre Familie? Die Neckertal Praxis AG in St. Peterzell unter der ärztlichen Leitung von Dipl. Arzt Stefan Pölz berät Sie gerne persönlich. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin – wir nehmen uns Zeit für Ihre Gesundheit.

Häufige Fragen

Wann sollte ich mich gegen die Grippe impfen lassen?
Das BAG empfiehlt die Grippeimpfung in der Regel ab Mitte Oktober bis zum Beginn der Grippewelle, die in der Schweiz meist zwischen Dezember und März einsetzt. Da der Körper rund zwei Wochen braucht, um den Schutz aufzubauen, ist auch eine Impfung im November oder Anfang Dezember in den meisten Jahren noch rechtzeitig.

Für wen ist die Grippeimpfung besonders empfohlen?
Besonders empfohlen wird sie für Personen ab 65 Jahren, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Schwangere, Frühgeborene in den ersten Lebensjahren, medizinisches Personal sowie für enge Kontaktpersonen dieser Gruppen. Grundsätzlich kann sich jede Person ab sechs Monaten impfen lassen. Ob die Impfung in Ihrer Situation sinnvoll ist, klären wir gerne in einem Gespräch.

Kann ich von der Grippeimpfung selbst die Grippe bekommen?
Nein. Der verwendete Impfstoff enthält keine vermehrungsfähigen Viren und kann deshalb keine Grippe auslösen. Leichte Reaktionen wie Rötung an der Einstichstelle oder ein kurzes Krankheitsgefühl sind harmlos und zeigen lediglich, dass das Immunsystem arbeitet.

Muss die Grippeimpfung jedes Jahr wiederholt werden?
Ja. Die Grippeviren verändern sich von Saison zu Saison, weshalb der Impfstoff jährlich angepasst wird. Eine jährliche Auffrischung im Herbst ist deshalb sinnvoll, um einen aktuellen Schutz zu haben.

Wie läuft die Grippeimpfung in der Neckertal Praxis AG ab?
Nach einer kurzen Abklärung Ihrer Krankengeschichte und einer Beratung verabreichen wir die Impfung in den Oberarm. Danach folgt eine kurze Beobachtung. Der ganze Ablauf dauert nur wenige Minuten. Für einen Termin in St. Peterzell kontaktieren Sie uns einfach über unsere Kontaktseite.